Thomas Sanderling | Dirigent

Thomas Sanderling

Thomas Sanderling begann seine Karriere im Alter von vierundzwanzig Jahren, nachdem er am Leningrader Konservatorium und an der Musikakademie in Ostberlin studiert hatte. Sein erstes Engagement war das des Musikdirektors an der Oper in Halle; zu dieser


Biographie

Thomas Sanderling begann seine Karriere im Alter von vierundzwanzig
Jahren, nachdem er am Leningrader Konservatorium und an der Musikakademie in Ostberlin studiert hatte. Sein erstes Engagement war das des Musikdirektors an der Oper in Halle; zu dieser Zeit begann auch bereits seine Zusammenarbeit mit den meisten ostdeutschen Orchestern, wie z.B. der Staatskapelle Dresden, dem Gewandhausorchester Leipzig und der Komischen Oper Berlin. Während dieser Jahre wurde Dmitri Schostakowitsch
auf ihn aufmerksam, der ihn mit den ostdeutschen Erstaufführungen seiner 13. und 14. Sinfonien beauftragte und mit der Weltersteinspielung der Michelangelo Suite, dem letzten Orchesterwerk des Komponisten.

Bis 1983 war Thomas Sanderling ständiger Gastdirigent der Deutschen Staatsoper unter den Linden in Berlin. Danach siedelte er in den Westen über und dirigierte an der Wiener Staatsoper, der Bayerischen Staatsoper, der Frankfurter Oper, der Deutsche Oper Berlin, der Hamburger Staatsoper, der Royal Danish Opera, der Finnischen Nationaloper und „La Fenice” in Venedig.

Neben seiner erfolgreichen Karriere als Operndirigent dirigierte Thomas Sanderling auch viele Sinfoniekonzerte. Zu den Orchestern, mit denen er zusammenarbeitete, gehören namhafte Ensembles wie die Orchester in Dallas, Baltimore, Vancouver, Pittsburgh, Detroit und Montreal. In Europa
arbeitete er u.a. mit den Wiener Symphonikern, mit dem RSO Berlin und mit den Orchestern in Dresden, Liverpool, Stockholm, Oslo, Helsinki. Viele Konzertreisen führten Thomas Sanderling auch nach Japan, wo er
Ehren-Musikdirektor des Osaka Sinfonieorchesters auf Lebenszeit ist, dessen Chef er zehn Jahre lang war. In Russland trat er häufig mit dem Großen Radio-Symphonie-Orchester und den Petersburger Philharmonikern auf; außerdem war er Musikdirektor des Russian Philharmonic Orchestra.

Wegen des russischen Einmarsches in die Ukraine, trat er als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Orchesters in Nowosibirsk zurück.

Rezensionen

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